Betonstein-Spezialist Rinn setzt auf Privatkunden

  • Rinn-Geschäftsführer Christian Rinn (rechts) und Prokurist Lutz Dalibor zeigen die Umbaupläne für den Pavillion. Rinn-Geschäftsführer Christian Rinn (rechts) und Prokurist Lutz Dalibor zeigen die Umbaupläne für den Pavillion.
Ideengarten wird ab Ende April um 1000 Quadratmeter erweitert. Ziel ist weiteres Wachstum am Standort Stadtroda. Gegenwärtig sind 70 Mitarbeiter bei Rinn in Stadtroda beschäftigt. 2011 erwirtschaftete der Standort einen Jahresumsatz von 17,2 Millionen Euro.
Stadtroda. Der Beton- und Natursteinspezialist Rinn setzt beim weiteren Wachstum konsequent auf das Privatkundengeschäft. "75 Prozent unseres Umsatzes am Standort Stadtroda stammt aus dem Privatkundengeschäft", sagte Geschäftsführer Christian Rinn gestern bei einem Arbeitsbesuch von Landrat Andreas Heller (CDU) in dem Unternehmen. Stadtroda sei zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Unternehmensgruppe geworden.

Um dem weiteren Wachstum Rechnung zu tragen, will Rinn ab Ende April den derzeit rund 3000 Quadratmeter großen Ideengarten zusätzlich um 1000 Quadratmeter erweitern. "Die Arbeiten werden bis in den Herbst hinein dauern." Unter anderem soll auch der derzeit stehende Pavillon um einen größeren Anbau erweitert werden. Für den Bereich Kundenservice stellte man zudem einen zweiten Gartenberater ein.

Mittel- und langfristig sieht Christian Rinn durchaus Chancen, das Stadtrodaer Unternehmen zu einem Ausbildungsbetrieb zu machen. "Derzeit sind wir aber noch nicht an diesem Punkt angelangt", verwies er auf notwendige Investitionen in Produktion und Vertrieb.

Gegenwärtig sind 70 Mitarbeiter bei Rinn in Stadtroda beschäftigt. 2011 erwirtschaftete der Standort einen Jahresumsatz von 17,2 Millionen Euro.

Im Gespräch mit Landrat Heller sowie Bürgermeister Harald Kramer (CDU) lobten der Geschäftsführer und Prokurist Lutz Dalibor zwar den Standort, beklagten aber auf Nachfrage die Mobil- und Internetverbindungen und machten auch keinen Hehl daraus, dass eine Autobahnanbindung das Gewerbegebiet insgesamt attraktiver machen würde.

Zwar verwiesen Heller und auch Kramer bei letzterem Thema darauf, dass alle Interventionen für einen Autobahnanbinder Mitte der neunziger Jahre gescheitert seien. Heller sicherte aber zu, bei Bauminister Christian Carius die Anschlussstelle Stadtroda nochmal anzusprechen. "Eine Frage ist ja keine Klage und man sollte nichts unversucht lassen", versprach er Unterstützung auch bei Telekommunikation.


Frank Kalla / 22.03.12 / OTZ
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