Gernewitzer Denkmalhof lädt zum Handwerkssommer ein

  • Im Denkmalhof in Gernewitz wird der 5. Handwerkssommer vorbereitet. Leiterin Marion Schöbel (li.) und Laura Tänzer bereiten eine Ausstellung zum Thema Holz vor. Foto: Carola Frindert Im Denkmalhof in Gernewitz wird der 5. Handwerkssommer vorbereitet. Leiterin Marion Schöbel (li.) und Laura Tänzer bereiten eine Ausstellung zum Thema Holz vor. Foto: Carola Frindert
Bereits zum fünften Mal lädt der Gernewitzer Denkmalhof ab 28. August zum "Thüringer Handwerkssommer" ein. Auf die Besucher warten viele Angebote zum Ausprobieren und Mitmachen.
Laura Tänzer kennt sich bestens aus im Gelände des Gernewitzer Denkmalhofes. Die junge Frau aus Eisenberg leistet hier ein freiwilliges ökologisches Jahr.

Die Erfassung und Katalogisierung von Exponaten des Bauteilearchivs war ihre Hauptaufgabe. Nun aber, zum krönenden Abschluss, widmete sie sich einer besonderen Aufgabe. Ihr oblag die Zusammenstellung von Exponaten für eine hauseigene Ausstellung, mit der am 28. August der mittlerweile 5. "Thüringer Handwerkssommer in Gernewitz" eröffnet wird.

Dazu musste Laura im Lager stöbern, in dem die bei Abriss-oder Umbauarbeiten geborgenen historischen Baustoffe aufbewahrt werden. Denn in Anlehnung an das diesjährige Thema des Denkmaltages widmet sich die Präsentation dem Holz. "Der Baustoff Holz im Denkmalhof" heißt das Thema der Präsentation, die im Innenhof des Fachwerkanwesens aufgebaut wird. Längst hat Laura Tänzer ihre Lieblingsstücke ausgemacht, alte Bänke aus der Schlosskirche Eisenberg, eine geschnitzte Torsäule oder die riesigen Türflügel, zu denen man aufschauen muss, will man die Verzierungen an den Oberlichtern bewundern.

Für die Teilnehmer des Handwerkssommers bietet die Ausstellung die richtige Einstimmung auf die Angebote. Geht es doch darum, ganz praktisch zu erleben, wie die Generationen früherer Zeiten arbeiteten und lebten. Der Umgang mit funktionstüchtigen Utensilien aus der Vergangenheit vermittelt nicht nur historisches Wissen. Es macht auch einfach Spaß, so die Erfahrungen der Denkmalhofmitarbeiter und der ehrenamtlich tätigen Mitglieder des Fördervereins.

Jedermann ist willkommen beim Backtag am 29. August, beim Bautag am 30. August, beim Waschtag am 5. September und beim Kunsttag am 6. September. "Wir haben die Veranstaltungen bewusst auf die letzte Ferien- und die erste Schulwoche gelegt, lädt Bauhofleiterin Marion Schöbel herzlich ein, sich jeweils von 10 bis 15 Uhr unter fachlicher Anleitung zu betätigen. Ganz gleich ob Schulklassen, Freundeskreise, Familien Enkel und Großeltern zum Beispiel oder Einzelpersonen, jeder ist willkommen. Sollte sich eine größere Gruppe zur Teilnahme entschließen, wird um telefonische Anmeldung gebeten.

"Damit wir Geräte und Material entsprechend vorbereiten können und wissen, ob wir noch Leute aus unserem Förderverein mobilisieren müssen", erklärt Marion Schöbel, dass es an den Aktionstagen richtig zur Sache geht. Beim Waschen wie zu Großmutters Zeiten zum Beispiel werden die Stücke kräftig über das Waschbrett gerumpelt. So werden gleich die Hemdkittel wieder sauber, welche die Kinder tragen, die sich am Bautag in der Produktion von Lehmziegeln versuchen. Beliebt ist der Backtag, denn was im historischen Backofen gart, wird natürlich gleich verspeist. Und am Kunsttag lernt man unter anderem, wie Seife hergestellt und Wolle zu Filz verarbeitet wird.

Am 2. September von 10 bis 13 Uhr ist der Feuerwehrverein zu Gast und gibt Tipps zum Schutz von Hab und Gut sowie Leib und Leben. Der richtige Umgang mit einem Feuerlöscher oder Grundkenntnisse der Ersten Hilfe gehören dazu.


Carola Frindert / 15.08.12 / OTZ
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